{"id":2034,"date":"2026-05-16T16:44:46","date_gmt":"2026-05-16T14:44:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.med-sta.at\/?p=2034"},"modified":"2026-05-25T19:10:29","modified_gmt":"2026-05-25T17:10:29","slug":"emergency-team-training-frequency","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/notfallteam-training-frequenz\/","title":{"rendered":"How often should an emergency team train? What the evidence suggests"},"content":{"rendered":"<p><!-- ARTIKELTEXT: Wie oft sollte ein Notfallteam trainieren? \u2014 Mit verlinkten Fu\u00dfnoten --><br \/>\n<!-- Komplett in WordPress Code-Editor einf\u00fcgen --><\/p>\n<style>\nsup.fn a { text-decoration: none; color: #2563eb; }<br \/>\nsup.fn a:hover { text-decoration: underline; }<br \/>\nol.quellen { font-size: 0.92em; line-height: 1.6; }<br \/>\nol.quellen li { margin-bottom: 0.6em; }<br \/>\n<\/style>\n<p><strong>Autor:<\/strong> Dr. Michael Weldi, MSc MBA<\/p>\n<p>Ein Notfallteam ist nicht dann vorbereitet, wenn alle irgendwann einmal einen Kurs besucht haben. Es ist vorbereitet, wenn Rollen, Abl\u00e4ufe, Kommunikation und technische Fertigkeiten unter realistischen Bedingungen abrufbar sind \u2014 auch nachts, unter Zeitdruck, mit wechselnder Besetzung und unvollst\u00e4ndigen Informationen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Kliniken, Qualit\u00e4tsmanagement und F\u00fchrungskr\u00e4fte stellt sich deshalb eine konkrete Frage: Wie oft muss ein Notfallteam trainieren, damit aus Fortbildung tats\u00e4chlich Handlungssicherheit wird?<\/p>\n<p>Die kurze Antwort: Ein j\u00e4hrlicher Kurs ist eine sinnvolle Basis \u2014 aber f\u00fcr Hochrisikobereiche allein meist zu wenig. Aktuelle Leitlinien und Studien sprechen zunehmend f\u00fcr wiederkehrende, k\u00fcrzere Auffrischungen, Teamtrainings und Simulationen im realen Arbeitsumfeld.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-1\">[1]<\/a><a href=\"#quelle-2\">[2]<\/a><a href=\"#quelle-3\">[3]<\/a><\/sup><\/p>\n<h2>Warum die Trainingsfrequenz eine F\u00fchrungsfrage ist<\/h2>\n<p>Notf\u00e4lle im Krankenhaus sind seltene, aber hochkritische Ereignisse. Diese Kombination macht sie gef\u00e4hrlich. Teams m\u00fcssen komplexe Entscheidungen treffen, technische Fertigkeiten sicher ausf\u00fchren und gleichzeitig miteinander kommunizieren. Das betrifft nicht nur Reanimationen, sondern auch Schockraumversorgung, Atemwegsnotf\u00e4lle, perioperative Krisen, Sepsis, Blutungen, p\u00e4diatrische Notf\u00e4lle oder geburtshilfliche Akutsituationen.<\/p>\n<p>In solchen Situationen reicht individuelles Wissen nicht aus. Es kommt darauf an, ob das Team als System funktioniert: Wer \u00fcbernimmt die F\u00fchrung? Wer spricht kritische Beobachtungen aus? Wer dokumentiert? Wer koordiniert Medikamente, Defibrillator, Atemweg, Angeh\u00f6rige, Schnittstellen und Nachalarmierung? Und wer erkennt, wenn der geplante Ablauf nicht zur Realit\u00e4t passt?<\/p>\n<p>Diese Fragen lassen sich nicht durch E-Learning allein beantworten. Sie m\u00fcssen ge\u00fcbt werden \u2014 wiederholt, strukturiert und m\u00f6glichst nahe an der echten Arbeitsumgebung.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-4\">[4]<\/a><a href=\"#quelle-5\">[5]<\/a><\/sup><\/p>\n<h2>Kompetenz verf\u00e4llt schneller, als Organisationen glauben<\/h2>\n<p>Viele Kliniken orientieren sich an Zertifikatslaufzeiten: Kurs absolviert, Nachweis abgelegt, Thema erledigt. F\u00fcr organisatorische Dokumentation mag das reichen. F\u00fcr echte Handlungssicherheit ist es zu grob gedacht.<\/p>\n<p>Die resuscitation education science beschreibt seit Jahren, dass Wissen und Fertigkeiten nach einmaligen Kursformaten nachlassen k\u00f6nnen. Besonders psychomotorische F\u00e4higkeiten \u2014 hochwertige Thoraxkompressionen, Beatmung, Defibrillation, Atemwegsmanagement, strukturierte Teamkommunikation \u2014 bleiben nicht automatisch stabil, nur weil sie einmal korrekt demonstriert wurden.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-6\">[6]<\/a><a href=\"#quelle-7\">[7]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Das Problem ist nicht mangelnder Wille. Es ist biologisch und organisatorisch banal: Was selten gebraucht und selten ge\u00fcbt wird, wird unsicher. Und Unsicherheit zeigt sich im Notfall nicht als Theorieproblem, sondern als Verz\u00f6gerung, Rollenunklarheit, Unterbrechung, doppeltes Arbeiten oder fehlende Priorisierung.<\/p>\n<h2>Was Leitlinien tats\u00e4chlich empfehlen<\/h2>\n<p>Aktuelle Leitlinien gehen deutlich \u00fcber das klassische Modell \u201eKurs alle paar Jahre&#8220; hinaus. Die ERC-Guidelines 2025 betonen die Bedeutung von Education, regelm\u00e4\u00dfiger Praxis, Teamkompetenzen, Feedback und Simulation. F\u00fcr bestimmte Bereiche wird ausdr\u00fccklich empfohlen, mindestens einmal j\u00e4hrlich zu trainieren, vorzugsweise erg\u00e4nzt durch h\u00e4ufigere kurze Booster-Sessions \u2014 etwa im Abstand von drei bis sechs Monaten.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-1\">[1]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Auch internationale Empfehlungen aus der ILCOR- und AHA-Education-Science st\u00fctzen wiederkehrende Auffrischungen, Spaced Learning, Feedbackmechanismen und simulationsbasierte Trainingsformen.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-2\">[2]<\/a><a href=\"#quelle-3\">[3]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Wichtig ist die saubere Einordnung: Die Wissenschaft liefert keine universelle Frequenz, die f\u00fcr jede Station, jede Klinik und jedes Notfallteam gleicherma\u00dfen gilt. Ein Schockraumteam, eine Intensivstation, eine Endoskopie, eine Normalstation, eine Geburtenabteilung und ein OP haben unterschiedliche Risikoprofile. Aber die Richtung ist klar: Seltene Hochrisikoereignisse brauchen planbare Kompetenzpflege \u2014 nicht nur punktuelle Pflichtschulungen.<\/p>\n<h2>Warum \u201eeinmal j\u00e4hrlich&#8220; oft nicht reicht<\/h2>\n<p>Ein j\u00e4hrlicher Trainingstermin ist besser als kein strukturiertes Training. Er eignet sich gut, um Standards zu vermitteln, Algorithmen zu aktualisieren und ein gemeinsames Grundverst\u00e4ndnis zu schaffen.<\/p>\n<p>Aber ein einzelner Jahrestermin hat drei Schw\u00e4chen.<\/p>\n<p>Erstens entsteht zwischen zwei Trainings ein langer Zeitraum ohne Feedback. Fehlerhafte Routinen k\u00f6nnen sich unbemerkt einschleichen.<\/p>\n<p>Zweitens trainieren viele klassische Kurse nicht dort, wo der Notfall tats\u00e4chlich passiert. Der Seminarraum bildet selten die echten Wege, Ger\u00e4te, Materialstandorte, Alarmierungswege und Teamdynamiken ab.<\/p>\n<p>Drittens ist Teamleistung kontextabh\u00e4ngig. Ein Team kann im Kursraum gut funktionieren und im echten Setting trotzdem an Raumlogistik, Ger\u00e4tesuche, Rollenunklarheit oder Schnittstellen scheitern.<\/p>\n<p>Deshalb gewinnt <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/in-situ-simulation-vs-simulationszentrum\/\">In-situ-Simulation<\/a> an Bedeutung. Sie verlegt Training dorthin, wo gearbeitet wird. Dadurch werden nicht nur Menschen geschult, sondern auch Systeme getestet: R\u00e4ume, Prozesse, Material, Kommunikation, Alarmierung und \u00dcbergaben.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-4\">[4]<\/a><a href=\"#quelle-8\">[8]<\/a><\/sup><\/p>\n<h2>Was Studien zur Trainingsfrequenz zeigen<\/h2>\n<p>Eine randomisierte Studie zur CPR-Trainingsfrequenz verglich Trainingsintervalle von einem, drei, sechs und zw\u00f6lf Monaten. Monatliches Kurztraining schnitt bei der Qualit\u00e4t der CPR-Fertigkeiten nach einem Jahr am besten ab.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-9\">[9]<\/a><\/sup> Das bedeutet nicht, dass jedes klinische Notfallteam monatlich ein gro\u00dfes Simulationstraining braucht. Es zeigt aber: K\u00fcrzere, wiederholte \u00dcbungseinheiten k\u00f6nnen dem klassischen Jahresrhythmus \u00fcberlegen sein.<\/p>\n<p>Systematische \u00dcbersichtsarbeiten zur Skill-Retention nach strukturierten Reanimationstrainings zeigen ebenfalls, dass Simulation, Refresher-Kurse und Anpassungen im Trainingsdesign relevante Hebel f\u00fcr den Kompetenzerhalt sind.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-6\">[6]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>Gleichzeitig bleibt die Datenlage heterogen. Eine Studie zu Booster-Sessions fand keinen eindeutigen Vorteil bestimmter Booster-Zeitpunkte und betonte, dass nicht nur der Zeitpunkt, sondern auch Inhalt, Qualit\u00e4t und Gestaltung der Auffrischung eine Rolle spielen.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-10\">[10]<\/a><\/sup> Daraus folgt eine wichtige Managementbotschaft: Nicht jede zus\u00e4tzliche Schulung ist automatisch wirksam. Wirksam wird Training erst, wenn es gezielt, feedbackbasiert und realit\u00e4tsnah geplant ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr ECMO-Teams gelten spezifische Frequenzempfehlungen der ELSO. Mehr dazu in unserem Artikel <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/ecmo-training-teamkompetenz\/\">ECMO-Training: Warum technische Skills allein nicht reichen<\/a>.<\/p>\n<h2>Teamtraining ist mehr als CPR-Technik<\/h2>\n<p>In vielen Organisationen wird Notfalltraining noch immer stark technisch verstanden: Algorithmus, Defibrillator, Medikamente, Atemweg, Thoraxkompression. Diese Inhalte sind unverzichtbar. Aber sie reichen nicht.<\/p>\n<p>Moderne Notfallversorgung ist Teamarbeit. In einer Reanimation oder Schockraumsituation entstehen Risiken h\u00e4ufig nicht durch fehlendes Fachwissen allein, sondern durch <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/crm-notfallmedizin-kommunikationsfehler-schockraum\/\">Kommunikationsfehler<\/a>, unklare F\u00fchrung, parallele Aufgaben, Hierarchiehemmungen oder fehlende R\u00fcckmeldeschleifen.<\/p>\n<p>Systematische Reviews zu Teamkompetenzen in der Reanimationsausbildung zeigen, dass Training von Leadership, Kommunikation, Entscheidungsfindung und Task Management die Teamperformance verbessern kann \u2014 auch wenn die Evidenzqualit\u00e4t, wie in vielen simulationsbezogenen Studien, heterogen bleibt.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-5\">[5]<\/a><\/sup><\/p>\n<p>F\u00fcr die Praxis ist das trotzdem relevant. Denn genau diese nichttechnischen Faktoren entscheiden dar\u00fcber, ob Wissen im Ernstfall umgesetzt wird.<\/p>\n<h2>In-situ-Simulation: Training und Systemcheck zugleich<\/h2>\n<p>In-situ-Simulation hat einen Vorteil, der \u00fcber individuelles Lernen hinausgeht: Sie pr\u00fcft nicht nur, ob Menschen wissen, was zu tun ist. Sie zeigt, ob das System es ihnen erm\u00f6glicht, das Richtige rechtzeitig zu tun.<\/p>\n<p>Ein Training im echten Schockraum, auf der Intensivstation oder in der Ambulanz macht sichtbar, ob Material dort liegt, wo es erwartet wird, ob Alarmierungswege funktionieren, ob Rollen klar sind, ob \u00dcbergaben strukturiert ablaufen, ob Ger\u00e4te sicher bedient werden, ob Kommunikationswege unter Stress tragf\u00e4hig sind und ob Standards im Alltag tats\u00e4chlich praktikabel sind.<\/p>\n<p>Eine systematische \u00dcbersichtsarbeit zu In-situ-Simulation f\u00fcr CPR-Training beschreibt insgesamt positive Effekte auf klinische Performance, Teamwork und CPR-Fertigkeiten in simulierten Settings, weist aber auch auf heterogene Evidenz und offene Fragen zu Ressourcen und Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis hin.<sup class=\"fn\"><a href=\"#quelle-4\">[4]<\/a><\/sup> F\u00fcr F\u00fchrungskr\u00e4fte ist diese N\u00fcchternheit wichtig: In-situ-Simulation ist kein Selbstzweck. Sie muss gezielt geplant, professionell begleitet und ausgewertet werden.<\/p>\n<h2>Ein praktikables Modell f\u00fcr Kliniken<\/h2>\n<p>Aus der aktuellen Evidenz l\u00e4sst sich kein starres Einheitsmodell ableiten. Aber es l\u00e4sst sich eine belastbare Struktur formulieren.<\/p>\n<p>Erstens: Verbindliches Basistraining. Alle relevanten Berufsgruppen brauchen ein gemeinsames Fundament \u2014 Algorithmen, Rollenverst\u00e4ndnis, technische Fertigkeiten, Kommunikation und Teamprinzipien. Daf\u00fcr eignen sich <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/strukturierte-notfalltrainings\/\">strukturierte Formate wie BLS, ILS oder ALS<\/a> sowie fachbereichsspezifische Notfalltrainings.<\/p>\n<p>Zweitens: Kurze, wiederkehrende Refreshers. Zwischen gro\u00dfen Kursen braucht es kurze Auffrischungen \u2014 fokussiert auf einzelne Themen: hochwertige Thoraxkompressionen, Defibrillatorhandling, Atemwegsalgorithmus, Medikamentenlogistik, Rollenverteilung, Teamleader-Kommunikation oder \u00dcbergabe. Der Vorteil liegt nicht in der Dauer, sondern in der Regelm\u00e4\u00dfigkeit.<\/p>\n<p>Drittens: Wiederkehrende In-situ-Teamtrainings. Hochrisikobereiche sollten regelm\u00e4\u00dfig im eigenen Setting trainieren. Dort werden nicht nur Skills, sondern auch Prozesse, Schnittstellen und Sicherheitsbarrieren \u00fcberpr\u00fcft. F\u00fcr Schockraum, Intensivstation, OP, Aufwachraum, Endoskopie, Notaufnahme, Geburtenabteilung und p\u00e4diatrische Bereiche ist das besonders relevant.<br \/>\nF\u00fcr Prim\u00e4rversorgungseinheiten ist die Startphase besonders kritisch. Wie ein PVE-Start als Sicherheitsprojekt gestaltet werden kann, beschreibt unser Artikel <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/pve-sicher-starten-patient-safety-award-2025\/\">PVE sicher starten \u2013 Lehren aus dem Austrian Patient Safety Award 2025<\/a>.<\/p>\n<p>Das realistische Ziel ist nicht \u201eAlle machen einmal im Jahr einen Kurs.&#8220; Das realistische Ziel ist: Jedes relevante Notfallteam hat ein wiederkehrendes, risikoadaptiertes Trainingssystem.<\/p>\n<h2>Was Entscheiderinnen und Entscheider daraus ableiten sollten<\/h2>\n<p>F\u00fcr \u00c4rztliche Direktion, Pflegedirektion und Qualit\u00e4tsmanagement ist die Frage nicht, ob Training stattfindet. Die Frage ist, ob das Training zur Risikolage passt.<\/p>\n<p>Ein Bereich mit seltenen, aber potenziell t\u00f6dlichen Ereignissen braucht andere Trainingsintervalle als ein Bereich mit hoher Notfallroutine. Neue Teams, hohe Fluktuation, neue Infrastruktur, neue SOPs oder wiederkehrende Zwischenf\u00e4lle sind klare Hinweise, Trainingsfrequenz und Trainingsform zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Training sollte nicht isoliert betrachtet werden. Es geh\u00f6rt in ein umfassendes Sicherheitskonzept: klare Standards, regelm\u00e4\u00dfige \u00dcbungen, strukturierte Debriefings, messbare Qualit\u00e4tsindikatoren, R\u00fcckmeldeschleifen in die Organisation und konkrete Prozessverbesserungen nach Trainings oder realen Ereignissen.<\/p>\n<p>Wer Training nur als Fortbildung verbucht, untersch\u00e4tzt seinen Wert. Gutes Notfalltraining ist Organisationsentwicklung.<br \/>\nWie sich Simulation als Systemtest in Lean-Projekte einbetten l\u00e4sst, beschreibt unser Artikel <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/lean-krankenhaus-simulation\/\">Lean im Krankenhaus \u2013 warum Simulation der fehlende Baustein ist<\/a>.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Die wissenschaftliche Botschaft ist klar genug, um Konsequenzen zu ziehen: Ein j\u00e4hrlicher Kurs kann eine wichtige Basis sein. Aber er ist kein vollst\u00e4ndiges Konzept zur Sicherung klinischer Notfallkompetenz.<\/p>\n<p>Notfallteams brauchen wiederholte \u00dcbung, Feedback, realistische Szenarien und Training in der Umgebung, in der sie tats\u00e4chlich arbeiten. Die genaue Frequenz muss risikoadaptiert geplant werden. Aber die Richtung ist eindeutig: weg von punktueller Pflichtschulung, hin zu kontinuierlicher Kompetenzsicherung.<\/p>\n<p>Ein Notfallteam wird nicht durch Zertifikate sicher. Es wird sicher durch wiederholtes, realistisches Training \u2014 dort, wo der Notfall passiert.<\/p>\n<h2>Praxisbezug Med-STA<\/h2>\n<p>Med-STA unterst\u00fctzt Kliniken dabei, Notfallkompetenz im Arbeitsalltag wirksam zu verankern: mit <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/strukturierte-notfalltrainings\/\">strukturierten Notfalltrainings<\/a> nach ERC-Standards, <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/simulations-teamtraining\/\">simulationsbasierten In-situ-Teamtrainings<\/a>, videogest\u00fctzten Debriefings und Prozessanalysen im realen Setting.<\/p>\n<p>Der Ansatz folgt einem einfachen Prinzip: Train where you work. Wie In-situ-Simulation im Vergleich zum Simulationszentrum wirkt, beschreibt unser Artikel <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/in-situ-simulation-vs-simulationszentrum\/\">Warum In-situ-Simulation im klinischen Alltag oft wirksamer ist als das Simulationszentrum<\/a>. Welche Kommunikationsfehler dabei typischerweise sichtbar werden, zeigt unser Artikel <a href=\"https:\/\/www.med-sta.at\/crm-notfallmedizin-kommunikationsfehler-schockraum\/\">CRM in der Notfallmedizin: Die 5 h\u00e4ufigsten Kommunikationsfehler im Schockraum<\/a>.<\/p>\n<h2>Quellen<\/h2>\n<ol class=\"quellen\">\n<li id=\"quelle-1\">European Resuscitation Council. European Resuscitation Council Guidelines 2025: Executive Summary. <em>Resuscitation<\/em>. 2025. <!-- DOI vor Ver\u00f6ffentlichung erg\u00e4nzen --><\/li>\n<li id=\"quelle-2\">European Resuscitation Council. European Resuscitation Council Guidelines 2025: Education for Resuscitation. <em>Resuscitation<\/em>. 2025. <!-- DOI vor Ver\u00f6ffentlichung erg\u00e4nzen --><\/li>\n<li id=\"quelle-3\">American Heart Association. Part 12: Resuscitation Education Science: 2025 American Heart Association Guidelines for CPR and ECC. <em>Circulation<\/em>. 2025. <!-- DOI vor Ver\u00f6ffentlichung erg\u00e4nzen --><\/li>\n<li id=\"quelle-4\">Cortegiani A, et al. In situ simulation for cardiopulmonary resuscitation training: A systematic review. <em>Resuscitation Plus<\/em>. 2024. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.resplu.2024.100595\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi:10.1016\/j.resplu.2024.100595<\/a><\/li>\n<li id=\"quelle-5\">Greif R, et al. \/ ILCOR EIT Task Force. Teaching team competencies within resuscitation training: A systematic review. <em>Resuscitation Plus<\/em>. 2024. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.resplu.2024.100603\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi:10.1016\/j.resplu.2024.100603<\/a><\/li>\n<li id=\"quelle-6\">Au K, et al. Improving skills retention after advanced structured resuscitation training: A systematic review of randomized controlled trials. <em>Resuscitation<\/em>. 2019;138:284\u2013296. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.resuscitation.2019.03.031\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi:10.1016\/j.resuscitation.2019.03.031<\/a><\/li>\n<li id=\"quelle-7\">Yang CW, et al. A systematic review of retention of adult advanced life support knowledge and skills in healthcare providers. <em>Resuscitation<\/em>. 2012;83(9):1055\u20131060. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.resuscitation.2012.02.027\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi:10.1016\/j.resuscitation.2012.02.027<\/a><\/li>\n<li id=\"quelle-8\">International Liaison Committee on Resuscitation. Education, Implementation, and Teams: 2025 International Consensus on CPR and ECC Science. <em>Circulation \/ Resuscitation<\/em>. 2025. <!-- DOI vor Ver\u00f6ffentlichung erg\u00e4nzen --><\/li>\n<li id=\"quelle-9\">Anderson R, et al. Optimal training frequency for acquisition and retention of high-quality CPR skills: A randomized trial. <em>Resuscitation<\/em>. 2019;135:153\u2013161. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.resuscitation.2018.11.024\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi:10.1016\/j.resuscitation.2018.11.024<\/a><\/li>\n<li id=\"quelle-10\">Waldolf R, et al. The timing of booster sessions may not improve resuscitation skill retention among healthcare providers: a randomized controlled trial. <em>Canadian Medical Education Journal<\/em>. 2023. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.36834\/cmej.76568\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">doi:10.36834\/cmej.76568<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Explore emergency team training frequency through the 2025 ERC Guidelines, research on skill retention and a practical three-level training model for hospitals.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":2035,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[45,44,21,43,37,25,42,41,24,46],"class_list":["post-2034","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-simulation","tag-booster-training","tag-erc-2025","tag-in-situ-simulation","tag-kompetenzerhalt","tag-notfalltraining","tag-patientensicherheit","tag-reanimationstraining","tag-skill-retention","tag-teamtraining","tag-trainingsfrequenz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2034"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2034\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2331,"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2034\/revisions\/2331"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2035"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2034"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.med-sta.at\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}